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Tatiana Andreas

Hallo

Zur Forschung, den Forschungsfragen und der Beteiligung an der Forschung siehe unter Forschung.

 

Es ist das jetzt alles viel mehr als auf einen Flyer passt, hoffentlich erschlägt es niemanden.

Wer sich nur für die Forschung interessiert wird aber am Ende dieser Vorstellung die Forschung weiter verstehen.

Hier geht es um sehr viele Bücher, um sehr viele gute und noch nie öffentlich vorgestellte Bücher. Es muss raus und es muss an die Öffentlichkeit. Der Lokalbezug wird als zumindest lesenswert sehr oft betont in den Medien. Karl May hätte damit gar keine Chance gehabt. Es ist nun so, dass ich mich endlich öffentlich vorstellen muss und die Bücher und die Forschung. Jede Zeile der Bücher hat Bezug zur Welt und nicht bloß lokal, wobei Welt immer auch lokal ist. 

 

Empfohlene Bücher

Aufgrund der großen Menge an Büchern ist es hilfreich ein paar ausgewählte Titel zu empfehlen.Empfohlen werden die Bücher:

Chanmony

Lichtbilder

Lichtfelder

Get your Groove (dt.)

Los Jungeles – slight return (engl. / play)

Wie man den Berg geht

Kai-koh

Approximately infinite Universe (dt.)

Shanghattan (dt.)

Fukushima (engl.)

Conduct (dt) / Conduct (engl.)

Wilde Lucht (poems) (engl.)

persona non aqua (dt.)

Lana Del Rey (engl.)

Sally (engl.)

A (dt.)

Loki Schmidt (dt.)

Albert Schweitzer (dt.)

hmm? mmh! (dt.)

Sally says (engl. – wg. Kombination Text Illustrationen)

Was nicht heißt, die anderen Bücher seien nicht lesenswert, darum geht es immer:

Die Texte sind schwebend, konstellativ und innovativ, auch geistreich. Vielen Autoren geht es um Unterhaltung. Andere schreiben politisch oder mit gesellschaftlichem Hintergrund, andere betonen reine Ästhetik. Mir geht es um wesentlich mehr. Letztlich steht bereits fest, dass in spätestens 500 000 000 Jahren die Erde nicht mehr in der heutigen Form bewohnbar sein wird, Unvorhergesehenes ist dabei nicht bedacht. Die Texte sollen also weiter bringen und Wahrnehmungs – und Denkschablonen auflösen. Die politischen Streitigkeiten der Gegenwart verblassen, es geht um Wichtigeres letztlich als um die Traufhöhe von Staatskalkulationen. Verbunden ist dies mit Projekten im echten Leben. Dabei geht es inkl. auch um aktuelle Lösungen bspw. hinsichtlich von Alzheimer etc. Bitte nicht erschrecken, die hier genannten Titel sind Literatur und lesbar. Die Texte sollen aus dem üblichen Denken bringen (die integriert wissenschaftlichen Bücher stehen hier unter Wissenschaft). Die Texte helfen aber auch dabei, eigene alltägliche Leistungen nicht zu unterschätzen, oft werden Erfolge und Innovationen auf den Charakter oder die Persönlichkeit des Betreffenden geschoben, ohne dass dabei erkannt wird, dass der Betreffende Wege und Lösungen anwendet, die verallgemeinert werden können und allgemein anderen helfen, indem andere diese Wege mit übernehmen. Neue Lösungen können mit der betreffenden Person wieder verschwinden, wenn diese Person sich zurück zieht oder nicht mehr ist. Dabei geht viel Potential verloren. 

Im Buch Chanmony geht es um die Zeit von Pol Pot in Kambodscha, der Terror wird auf eine andere schwebende Ebene gebracht, die Sicht wird verändert, andere nennen das poetisch. Was hat Pol Pot, der im ganzen Text nicht genannt wird, mit neuen Lösungen zu tun, es ist das Buch, das ganz anders geschrieben wird und wurde und dadurch allgemein wird und Pol Pot verlässt. Hinter sich lässt. Auflöst. Was bleibt ist anderes Wahrnehmen.

 

Ich lese alle Titel selbst sehr gern – ich muss zugeben, ich lege die meisten anderen Bücher im Handel schnell weg. Ein Grund dafür ist, dass sie alles, was ich kenne bloß bestätigen. Sie überraschen mich nicht. Sie haben kein Anliegen. Ein Anliegen von mir ist scheinbar bescheiden, es geht nicht um Profit. Ich möchte, dass auch nach 500 000 000  Jahren noch kleine silbrige Babyfischchen in flachen Gewässern im Sommer sichtbar sind. Warum kein science fiction. Science fiction betont die Fiktion, es geht jedoch um Realisierbares und ich will, dass es ebenso den vorhergesagten Tod des Universums nicht geben wird. Irdisch bin ich ziemlich bescheiden, darüber hinaus mögen kleine Dinge reichen, die sich bislang niemand vorstellen kann, wenn nötig, Entwicklungen aufzulösen und zu ändern. Wenn aber das eigene Denken und Wahrnehmen erstarrt, wird es keine Chance geben. ich meine, dass 500 000 000 Jahre sehr knapp sind.

Die Bücher ändern nun aber auch andere Wahrnehmungen, neben Wissenschaft auch Erotik bspw. im Buch “persona non aqua”. Hier ist es nicht Pol Pot, es ist Erotik. Auch hier gilt, nicht der Masse folgen oder der öffentlichen Meinung oder den Zeitungen, was bleibt, ist eine veränderte Wahrnehmung. Eine veränderte Wahrnhemung ändert Leben und reicht weiter und ändert ebenso wiederum auch Wissenschaft. 

Conduct ist eigentlich ein Kinderbuch mit Zeichnungen von Tatiana Nikolaevna Romanowa. Die Erscheinung von Spastikern ist vermeintlich allen bekannt. Niemand weiß aber, dass durch hartes tägliches und schmerzhaftes Training Spastiker niemand erkennen muss. Wer dieses harte tägliche Training macht, fällt kaum auf und kann sogar joggend vorüber laufen. Das erfodert schwere Disziplin und Haltung (Conduct). Hier wird Wahrnehmung ganz anders verändert und aufgezeigt, dass der Begriff von Spastikern Klischee ist. Spastiker kommen ebenso im englischen Band Fukushima vor. Auch dies bereits ändert die Kondition des Weltalls und gibt sich mit vermeintlich vorgezeichneten Abläufen nicht zufrieden.

Den ersten Spastiker sah ich regelmäßig an Wochenenden an einem Bahnhof, an dem ich jedes Wochenende als Kind vorbei musste, wir besuchten unseren Vater per Bahn in der Reha, der Spastiker fuhr jedes Wochenende aus einer Einrichtung selbstständig nachhause, wenn wir mit einem anderen Zug aus der Reha kamen, der Spastiker stieg regelmäßig an einem anderen Bahnhof ein. Jeder hatte das Gefühl, er oder sie müsse warten und könne nicht ohne den Spastiker weiter fahren, wenn er mal nicht erschien. Es wurde gefragt, ob er noch kommen würde, wenn er mal nicht da war. Das ging so über zwei Jahre. Der Spastiker hatte rote Haare und ist die einzige Person, an die ich mich überhaupt genau erinnern kann von den Fahrten. Der Spastiker konnte selbständig öffentliche Verkehrsmittel nehmen, war aber in den Bewegungen und beim Sich-Verständlich-Machen sichtlich eingeschränkt. Die Bahnstrecke erscheint im Buch Lichtfelder, allerdings dort zu Zeiten des Holocaust und ein paar Kilometer vor dem Start.

Viele Jahre später in Berlin traf ich in einem Praktikum Spastiker wieder. Es waren kleine Kinder zwischen zwei und fünf Jahren, es war überhaupt nicht zu erkennen, wer von den kleinen Kindern die Spastiker waren, es war ein integratives Projekt. Ich lag den Leuten dort in den Ohren, dass ich es weder glauben noch akzeptieren könne, dass irgendeines der Kinder, die übrigens in ähnlichem Alter waren als ich, als ich regelmäßig jede Woche in der Reha den Vater besuchte, Spastiker sein würde oder sich die Spastiken später zeigen würden. Ich wurde darauf in ein andere Haus versetzt, in dem eigentlich keine Praktikantenstelle frei gewesen war und traf dort auf jugendliche Spastiker und junge spastische Erwachsene. Richtige Spastiker gab es nicht so viel, man nahm mehrfach Behinderte auf, die noch anderes als Spastiken hatten. Nebenbei bekam ich so wesentlich schwerere Arbeit als mit den kleinen Kindern. Man hatte Sorge, dass ich davon renne und hinwerfe. Tat ich aber nicht. Es handelte sich um die Berliner Spastikerhilfe gegründet von Rosemarie Reichwein, die noch lebte damals, Ehefrau des Widerstandskämpfers Adolf Reichwein. Ich entpuppte mich als die Person, die nicht eine Fehlstunde aufwies am Ende. Natürlich widersprach ich vehement und bezweifelte, dass es wirklich unumstößlich sei, dass sich kleine aber spastische Kinder, an denen noch nichts zu sehen ist (oder sehr wenig) später zu den stark behinderten Spastikern entwickeln. 

Später erfuhr ich von russischen Methoden. Dort trainieren Spastiker in Weltraumzentren in Schwerelosigkeit und in Raumanzügen die Koordinierung von Bewegungsabläufen. Das Training verbessert die Bewegungsabläufe. Im Rest der Welt werden diese Methoden nicht übernommen. Dann erfuhr ich von einer Angestellten, die eigentlich Spastikerin ist, sich jedoch durch brutale Disziplin und schmerzendes tägliches Training von den spastischen Abläufen weitgehend befreit hat. Sie muss dazu jeden Tag früh aufstehen und ihr Trainingspensum absolvieren, sie darf nie damit aufhören. Sie joggt zusätzlich und reitet so oft als möglich auf einem Pferd, das macht Balance und das Koordinieren von Bewegungsabläufen nötig. Man erkennt nicht, dass sie Spastikerin ist. Ich treffe also genau auf das als Resultat, was ich immer und von Anfang an für möglich gehalten hatte, es ist also möglich. Niemals etwas oder jemanden abschreiben.

Was für die Bücher gilt, gilt für die Forschung.

Da, unter dem Zeiger ein Schatten, die Sekunde kommt ganz woanders hervor.